Was ist ADHS?
ADHS ist eine neuroentwicklungsbezogene Störung. Entscheidend ist nicht nur, ob Symptome vorhanden sind, sondern ob sie Alltag, Arbeit, Studium oder Beziehungen spürbar beeinträchtigen.

Symptome, Erscheinungsbilder und der Weg zu einer fachlichen Diagnostik.
ADHS verstehen
ADHS betrifft Aufmerksamkeit, Impulssteuerung, Aktivierung, innere Unruhe und die Fähigkeit, Verhalten im Alltag zu steuern. Die Symptome müssen über das alters- und entwicklungsübliche Maß hinausgehen, in mehreren Lebensbereichen auftreten und zu spürbaren Einschränkungen führen. FokusKompass unterstützt dich dabei, ADHS besser zu verstehen.

ADHS ist eine neuroentwicklungsbezogene Störung. Entscheidend ist nicht nur, ob Symptome vorhanden sind, sondern ob sie Alltag, Arbeit, Studium oder Beziehungen spürbar beeinträchtigen.
Typisch sind Schwierigkeiten mit Aufmerksamkeit, Impulsen, Aktivierung, innerer Unruhe und Selbststeuerung. Die Ausprägung kann je nach Lebensphase sehr unterschiedlich wirken.
DSM-5 unterscheidet vorwiegend unaufmerksame, vorwiegend hyperaktiv-impulsive und kombinierte Erscheinungsbilder. Die Einordnung gehört in eine qualifizierte Diagnostik.
Bei Erwachsenen ist Hyperaktivität oft weniger sichtbar. Viele beschreiben eher innere Unruhe, Aufschieben, Zeitprobleme, emotionale Überforderung oder Chaos im Kopf.


ADHS ist eine neuroentwicklungsbezogene Störung, die meist in der Kindheit beginnt und bei vielen Menschen bis ins Erwachsenenalter bestehen bleibt. Typisch sind Schwierigkeiten mit Aufmerksamkeit, Impulsen, Aktivierung, innerer Unruhe und Selbststeuerung. Entscheidend ist, ob die Symptome den Alltag spürbar beeinträchtigen.
Typische Bereiche sind Unaufmerksamkeit, Hyperaktivität beziehungsweise innere Unruhe und Impulsivität. Dazu können Ablenkbarkeit, Vergessen, Organisationsprobleme, Getriebenheit, Ungeduld, vorschnelles Handeln, Aufschieben, emotionale Überforderung und Probleme mit Zeitgefühl gehören.
Ja. Nach DSM-5 werden ein vorwiegend unaufmerksames, ein vorwiegend hyperaktiv-impulsives und ein kombiniertes Erscheinungsbild unterschieden. Die deutsche Versorgung kodiert aktuell häufig nach ICD-10-GM; ICD-11 übernimmt eine Dreiteilung der Präsentationen.
Hinweis: Diese Informationen ersetzen keine medizinische Abklärung. Wenn ADHS vermutet wird, sollte eine qualifizierte Diagnostik erfolgen.

Diagnostik
Eine fachliche Diagnostik umfasst ein strukturiertes klinisches Gespräch, aktuelle Symptome, Einschränkungen im Alltag, Entwicklungsgeschichte, mögliche Begleiterkrankungen, körperliche Aspekte und bei Bedarf ergänzende Fragebögen. Fragebögen können Hinweise geben, ersetzen aber keine Diagnose.
Im Mittelpunkt stehen klinisches Gespräch, Alltagseinschränkungen, Lebensbereiche und eine fachliche Gesamtbeurteilung.
Fragebögen strukturieren Hinweise. Neuropsychologische Tests können ergänzen, ADHS aber nicht allein bestätigen oder ausschließen.
Ähnliche Symptome können auch andere psychische oder körperliche Ursachen haben. Deshalb braucht es sorgfältige Abgrenzung.
FokusKompass kann Beschwerden, Beispiele aus dem Alltag, Schlaf, Medikation, Nebenwirkungen, offene Fragen und vorhandene Dokumente bündeln.
Bezugspersonen könnten ergänzende Einschätzungen beitragen, sofern Nutzer:innen das aktiv freigeben.
Fachkräfte sollen nur die Bereiche sehen, die Nutzer:innen aktiv freigeben. Die fachliche Bewertung bleibt bei der qualifizierten Fachperson.

Eine Abklärung ist sinnvoll, wenn Konzentrationsprobleme, innere Unruhe oder Impulsivität wiederholt auftreten und Schule, Studium, Beruf, Beziehungen oder Alltag beeinträchtigen. Eine fachliche Einschätzung ist besonders wichtig, wenn Belastung oder Funktionsprobleme deutlich werden.
Bei Erwachsenen sollte die Abklärung durch entsprechend qualifizierte Fachpersonen erfolgen, zum Beispiel Fachärzt:innen für Psychiatrie und Psychotherapie, Neurologie, Psychosomatische Medizin oder Nervenheilkunde sowie ärztliche oder psychologische Psychotherapeut:innen mit entsprechender Qualifikation.
Geprüft werden aktuelle Symptome, Einschränkungen im Alltag, Auftreten in mehreren Lebensbereichen, Entwicklungsgeschichte, Ressourcen und Belastungen, mögliche Begleiterkrankungen, Differenzialdiagnosen, ergänzende Fragebögen sowie körperliche oder neurologische Aspekte. Am Ende steht eine fachliche Gesamtbeurteilung.
Nein. Ein digitaler Test kann eine erste Selbsteinschätzung unterstützen und Hinweise für ein Gespräch liefern. Er ersetzt keine ärztliche oder psychotherapeutische Diagnostik.
Fragebögen können ergänzend eingesetzt werden, etwa zur Häufigkeit oder Intensität von Symptomen. Sie sollten nicht isoliert betrachtet werden. Das klinische Gespräch bleibt zentral.
ADHS-ähnliche Symptome können auch bei Angststörungen, Depressionen, Schlafstörungen, Autismus-Spektrum-Störungen, Substanzkonsumstörungen, Tic-Störungen, Schilddrüsenfunktionsstörungen, Hör- oder Sehproblemen und weiteren Ursachen auftreten. Deshalb ist Differenzialdiagnostik wichtig.